Schulz-Akustikbau GmbH
Trockenbau und Innenausbau seit 1984 · Neumünster

Schallschutz mit Eierkartons selber machen?

Fachbeitrag · 31. Oktober 2011

Jeder kennt den typischen Aufbau eines Tonstudios. Der Raum ist rechteckig, hat möglichst nirgendwo Rundungen, und an allen Seiten kleben Pyramiden aus Schaumstoff, die dafür sorgen, dass der Schall absorbiert wird.

Der Effekt beruht darauf, dass der Schall lange braucht, um bis zum Boden der Pyramide zu gelangen. Auf diesem Weg wird er so oft reflektiert, dass seine Amplitude derart gering wird, dass er für den Menschen nicht mehr hörbar ist. Der Schall wird effektiv gefangen.

Mit Eierkartons, so behaupten manche, sei der gleiche Effekt erzielbar. Tests haben allerdings gezeigt, dass die Schallabsorption nicht spürbar ist. Das Material ist zu nachgiebig und zu durchlässig, und die Spitzen sitzen weder optimal noch eng genug beieinander, um den Schall wirklich zu fangen.

Wer einen Raum dauerhaft ruhiger bekommen will, kommt um eine richtige Konstruktion nicht herum: eine abgehängte Akustikdecke mit definiertem Hohlraum, eine Vorsatzschale vor der Wand oder eine mehrlagig beplankte Metallständerwand. Was davon sinnvoll ist, hängt vom Raum ab - und davon, ob der Schall aus dem Raum selbst kommt oder von nebenan.

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